Nachdem ich mich nun – dank des Buchgeschenkes von Markus – mit der „Entstehungsgeschichte“ bzw. den Elementen von WOL beschäftige, hier meine ersten „lauten“ Gedanken dazu:

Wie alles begann…

Als John Stepper im Jahr 2008 zu seinem Boss ins Büro gerufen wurde, bekam er gleich folgenden Satz zu hören: „John, we have to make a change“. Von Reorganisation war die Rede und davon, dass er eine neue Rolle im Unternehmen finden müsste. Kurz und gut: Sein Job war gefährdet.

Nicht zuletzt aus therapeutischen Gründen – wie er auch selbst in seinem Buch beschreibt – beschloss er, Blogs über Themen zu schreiben, die ihn aktuell interessierten. Vor allem seine Beiträge über Social Media und Kollaboration fanden großen Anklang. Die Anzahl der Leserschaft stieg und immer mehr Menschen aus dem Unternehmen wandten sich an John, um dessen Meinung einzuholen. Das gefiel John natürlich. Aber vor allem gefiel ihm, dass er – als positiven Side-Effekt – mit jedem Postbeitrag neue Skills entwickeln bzw. bestehendes Wissen vertiefen konnte.

Zudem konnte er erleben, wie einfach es mithilfe einer Low-tech-social-media-Plattform war, sich mit anderen Menschen zu vernetzen und im Ergebnis mehr „Bewegung in die Sache(n)“ zu bringen.

„I saw that by making my ideas and work visible, I was shaping my reputation and getting access to opportunities I wouldn`t have known about otherwise“

John Stepper, viii

Trotz des Wissens um die Bedeutung eines guten Netzwerks fehlte es ihm an hilfreichen Verbindungen. Aus diesem Grund schrieb er sich in einen Kurs namens „Relationship Masters Academy“ ein. Hier lernte er die Vorteile von sogenannten „peer support groups“ kennen.

Insgesamt führten seine Bemühungen und Anstrengungen dazu, dass er sich im eigenen Unternehmen darauf fokussieren konnte, die Mitarbeiter zu mehr Kollaboration und Kooperation zu bewegen. Er schuf sich dadurch eine eigene Position bzw. konnte sich schlussendlich  in einer neuen Rolle wiederfinden –  ganz so, wie damals von seinem Boss „gewünscht“.

Der Schlüssel zum Erfolg…

Den Schlüssel zum Erfolg – um also im Unternehmen die Themen Kooperation und Kollaboration (= Working Out Loud = Observable Work + Narrating Your Work) voranzutreiben – sah John in“kleinen Schritten“, in Fortschritts-Dokumentationen, Belohnungen von (Teil-)Erfolgen und Peer-Supports.

„I studied how to change people’s habits and learned that the research findings are remarkably conistent. They all include the need to take small steps, chart your progress, reward successes and seek peer support.“

John Stepper, xi

Ab 2009 begann Stepper mit dem Coaching von Personen – und zwar über einen Zeitraum von 12 Wochen. Gestartet wurde mit einem konkreten Ziel, das den Coachees wichtig war. Danach ging es darum, Menschen zu identifizieren, die beim Erreichen dieser Ziele behilflich sein könnten, indem Beziehungen aufgebaut werden. 

Die Erfolgs-Dreiklang lautete:

  1. connecting with more people
  2. offering more contributions
  3. deepening relationships

Das waren die Anfänge der ersten Working-out-loud-circles. Zu den konkreten „Elementen“ von WOL, die da lauten:

  • The evolution of working out loud
  • Purposeful discovery
  • Building relationships
  • Leading with generosity
  • Making you and your work visible
  • A growth mindset

… werde ich zu einem späteren Zeitpunkt detailliert eingehen.

Ein kurzer Einblick…

Einen kurzen Einblick zu den Anfängen und  auch zu den Elementen kann zudem dieser Auftritt von John Stepper geben:

II

Quellen und Lesetipps:

John Stepper (2015):  Working out loud. For a better career and life.
A Shift in Possiblities: My own Story (S. vii – xv).