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Kategorie: Allgemein (Seite 1 von 3)

Interviews über Skype aufzeichnen

Ein Telefon

CC BY Damian Siwiaszczyk https://flic.kr/p/eiVJYf

Habe nun das erste e-Interview via Skype hinter mich gebracht und das gleich mit einem Gesprächspartner in einem anderen Kontinent (Afrika).

Die technische Herausforderung dabei war die Aufzeichnung via Skype, so dass die Qualität stimmt und man beide Stimmen gut hört. Nach mehreren Versuchen, die Sache mit dem bereits installierten Audacity zu lösen, war mir das Thema dann zu mühsam und ich sah mich nach intuitiven Skype-Plugins für Windows 10 um.

Meine Empfehlung: Free Skype Call Recorder
… ist für den privaten Gebrauch kostenlos und leicht installiert.

Nach der Installation ist Skype zu starten und sich anzumelden.
Es erscheint im Header ein Popup mit der Information, dass eine App auf die API zugreifen will. Das muss man einmalig erlauben.
Danach im Free Skype Call Recorder noch einen Speicherpfad einstellen, damit man die Aufzeichnungen dann auch wieder findet 🙂 Das wars.

Mit dem Skype Echo Test Service kann man die Aufzeichnung super testen.
Das Plugin zeichnet automatisch jedes Gespräch auf, sobald es beginnt. Man muss also nicht die Aufzeichnung ein- oder ausschalten und kann damit auch nicht in die Verlegenheit kommen, dass man darauf vergisst…

Ein nächster Schritt, wenn ich endlich mein großes Projekt abgeschlossen und wieder mehr Zeit habe 🙂 , wird sein, auch ein gut anwendbares und kostenloses Plugin für Slack-Calls zu finden, das diesen Use-Case abdecken kann.

Für mein Interview war es mir aber wichtig, dass mein gegenüber, der Skype für die Telefonie gewohnt ist, sich nicht mit anderen Technologien beschäftigen muss , damit keine Gefahr besteht, dass er vor meinem Interview in eine Stressituation kommt.
In Summe hat das alles wunderbar geklappt.

Gantt-Diagramme

Gantt-Diagramm

CC-BY-SA (Wikipedia)

 

Transparente Projektplanung halte ich für wichtig, um den Überblick zu behalten und ggf. Steuerungsmaßnahmen zu treffen.
Das betrifft nicht nur das Berufsleben – auch eine Masterarbeit, noch dazu im straffen Zeitraum von ein paar Monaten – ist ein Projekt.

Für den Überblick unterstützen Tools. Dazu möchte ich meine Erfahrungen kundtun.

MS Project:
Ist intuitiv und die Handhabe ist mir gut bekanntt aus vergangenen Projekten im Berufsalltag. Leider ist es sehr kostspielig und daher für private Nutzung für mich nicht geeignet.

Project Libre:
Nennt sich die lokale Open Source Alternative für MS Project. Sieht ähnlich aus und funktioniert auch ähnlich. Der Hund liegt im Detail:
Viele nicht dokumentierte Einstellungen und eine nicht nachvollziehbare Handhabe der hinter dem Projekt oder den Ressourcen hinterlegten Kalender führen zu nicht erklärbaren Phänomenen im Zusammenhang mit Durchlaufzeit, Aufwand. Nachfolger und Vorgänger des Aufwandes. Für mehrere Projekte hatte ich Project Libre für die Übersicht genutzt, um mit möglichst wenig Aufwand Überblick zu haben.
Das Ergebnis: Explodierender Aufwand beim Tracking. Die Start und Endtermine verschieben sich aus unerfindlichen Gründen irgendwohin, ich konnte keinen Erledigungsstatus in Prozent setzen, musste die Vorgänge noch einmal neu anlegen etc…

Ich habe nun endgültig beschlossen Project Libre ad acta zu legen.

teamgantt.com:

Eine Onlinelösung, die auch auf Kollaboration ausgerichtet ist. In der Free-Variante ist es einfach möglich Gantt-Diagramme zu erstellen. Feiertage können eingetragen werden. Tasks und Milestones können erfasst und miteinander verknüpft werden. Ein Erledigungsstatus ist auch setzbar. Das reicht für mich für den Überblick.

Fazit:
Klare Empfehlung für teamgantt.
Auch solo ist die Lösung intuitiv, simpel und ausreichend für mich.
Kann mir gut vorstellen, dass das Werkzeug auch in kollaborativen Szenarien super funktioniert.
Vielleicht gibt es da ja noch Meinungen dazu.

Interaktive Whiteboards und SAMR – ein Erfahrungsbericht

Das SAMR Modell ist eine tolle Sache. Nachdem wir nun endlich ein Interaktives Touchdisplay bei meinem Arbeitgeber angeschafft haben, habe ich eine Mischung aus Demo und Kurzeinführung im Trainerteam gestartet. Ich war erstaunt, wie gut ich das Modell gedanklich mitanwenden konnte und kann.
Zuerst habe ich den Trainern die einfache Ablöse der Beamerfunktion erläutert (Substitute).
Es folgte ein Schwenk zur bidirektionalen Funktion, denn das Tochpanel zeigt nicht einfach nur „dumm“ das Laptopbild her sondern gibt auch die Touchsignale zurück an den Laptop und „hält einen Dialog“ mit ihm. Man kann den Laptop sozusagen fernsteuern. Ja das ist was Neues (Augmentation). Einer der ältesten, traditionellsten und kritischsten Trainer in unserem Unternehmen – ein wahrer Papierliebhaber hat sich heute wahnsinnig über diese Verbesserung gefreut und war gar nicht mehr vom Display wegzukriegen. Die Sache beginnt Spaß zu machen… Indem ich der Demo die Substitution erläuterte, hatte ich das Gefühl, dass ich den Trainern erste Berührungsängste nehmen konnte und begann mich weiter zur Augmentation zu hangeln, um hier das Bewusstsein für neue Vorteile zu schaffen.

Ich freue mich schon, wenn das Trainerteam beginnt, die Stärken der Verwendung des Touchboards Standalone zu entdecken – als interaktives Whiteboard, welches damit unsere Flipcharts ersetzt. Meine Hoffnung ist groß, dass dieser Schritt auch wirklich tägliche Prozesse ändern und effizienter machen kann, indem durch die elektronische Ablage beispielsweise keine Flipchartprotokolle mehr abfotografiert werden müssen. Dann wären wir aus meiner Sicht bei der Modification.

Na es bleibt jedenfalls spannend. Ich bin zuversichtlich, dass das Ding noch an Beliebtheit gewinnt …

Ein Glossar. Warum?

Eine Seite im Wörterbuch

 

Da ich sehr happy mit unserem Blog und mit unserem neuen Glossar bin, möchte ich hier die Beweggründe und Hintergründe der  Entscheidung für die Integration kurz zusammenfassen:

  • Primäre Funktion ist eigentlich ein Werkzeug zur Sammlung und Reflexion wichtiger Gedanken und das Teilen dieses Wissens und somit gute Zusammenarbeit, gegenseitige Inspiration, etc…
  • Das Glossar funktioniert wie ein Wiki ist und daher optimal für Kollaboration und gegenseitige Qualitätssicherung.
    In der Theorie zumindest. Praktisch wird aus Zeitgründen von meiner Seite aus (noch) nicht sehr viel reviewed 🙂
  • Ein kleiner Nebeneffekt: Das Glossar erleichtert den Blog-Lesenden das Nachschlagen von Begriffen und macht unser Blog damit hoffentlich anwendungsfreundlicher und verständlicher.
  • Auch in einer Zeit, wo es vielleicht keine Uni oder keinen Stress mit der Masterthese mehr gibt, haben wir unser Wissen und unsere Sichten dokumentiert. Es ist auch nach der Abgabe noch „etwas da“ was mitunter auch gerne noch weitergeführt werden will …

Überzeugende Argumente, warum wir uns letztendlich gerade für Encyclopedia Pro entscheiden haben, werden bei Ulrike Seddig sehr nachvollziehbar dargelegt

Zehn Empfehlungen für die Gestaltung der persönlichen Lerninfrastruktur

Was mir beim Lesen  des Beitrages von Simon Dückert (2017) besonders gut gefallen hat, waren seine zehn Empfehlungen für die Gestaltung der persönlichen Lern-Infrastruktur. Ich habe mir vorgenommen, einige Punkte auch für meine Lernschritte verstärkt zu berücksichtigen. Teilweise passiert mein Lernen im Rahmen der DUK ja bereits genau in dieser Form. Unten angeführt findet sich das gesamte Kapitel 4 zum „Weiterdenken“ … für alle jene, die sich Gedanken darüber machen möchten, wie diese Empfehlungen in bereits bestehende oder auch in neu entstehende Lernumgebungen integriert werden könnten.


Die Vielzahl der bekannten und teils vielleicht auch noch unbekannten Lern-Werkzeuge führt beim Einstieg in die Gestaltung der eigenen Lerninfrastruktur oft zu Frustration und Unübersichtlichkeit. Denn so individuell wie Ablagestrukturen in Dateiordnern oder den persönlichen Aufzeichnungen zu einem Kurs sind, so individuell müssen auch digitale Lernumgebungen sein, um die Lernenden bestmöglich zu unterstüzten. Den „One-Size-Fits-All-Ansatz“ gibt es nicht, wie Eric Tsui in seiner Darstellung vernetzter „Personal Learning Environments“ (PLE) zeigt. Die eigene Lerninfrastruktur muss einmalig eingerichtet und dann kontinuierlich angepasst und verbessert werden. Die folgenden zehn Empfehlungen helfen dabei, sich eine persönliche Lerninfrastruktur erstmalig anzulegen bzw. bestehende Ansätze systematisch zu hinterfragen (Dückert, 2017, S. 89-90):

Zehn Empfehlungen für eine persönliche Lerninfrastruktur

(Dückert, 2017, S. 90-92)

  1. Schriftlichkeitsprinzip: Dokumentieren Sie das Konzept Ihrer Lerninfrastruktur, um nicht den Überblick zu verlieren und gleichzeitig eine Systematik für die regelmäßige Reflexion Ihrer Infrastruktur zu haben.
  2.  Memex: Der „memory extender“ (memex) ist eine Vision von Vannevar Bush aus dem Jahr 1945 (Bush 1945). Der Memex ist möglichst „menschengerechtes, einfach bedienbares Wissensfindungs- und Verwertungsystem“.  Nach Bush sollte dieses System nach Möglichkeit das assoziative und vernetzte Denken des menschlichen Gehirns nachbilden.  Verwenden Sie daher ein persönliches Wiki oder Wiki-ähnliche Plattformen wie Evernote bzw. OneNote (auch Scratchpad genannt) als Ihren persönlichen Memex. Sorgen Sie dafür, dass Sie auf Ihren Memex von allen Ihren Endgeräten (Computer, Tablet, Smartphone) zugreifen können. Erste Aufgabe für den Memex ist, die Dokumentation Ihrer Lerninfrastruktur aus dem Punk 1 aufzunehmen.
  3. Lernziele: Mit der Verschiebung des Schwerpunkts vom formellen (fremdgesteuerten) zum informellen (selbstgesteuerten) Lernen bedeutet, dass Sie mehr Aufwand für die strategische Planung Ihres Lernens einplanen müssen. Werden Sie sich über Ihre persönlichen Ziele bewusst (klassisches Selbstmanagement) und überlegen Sie, wo Sie zur Erreichung dieser Ziele noch Wissensdefizite haben. Formulieren Sie daraus klare Lernziele und dokumentieren Sie diese in Ihrem Memex. Überlegen Sie sich je Lernziel, mit welchem Lernansatz des o. g. 70/20/10-Modells das Lernziel am besten zu erreichen ist. (Beispiel: wenn Sie erlernen wollen, kurze Lernvideos zu erstellen, können Sie ein Buch dazu lesen, mit erfahrenen Videofilmern sprechen oder es per Learning-by-Doing selber ausprobieren). Formulieren Sie aus diesen Überlegungen konkrete Lernmaßnahmen bzw. kleine Lernprodukte.
  4. Wissenslandkarte: Legen Sie sich eine Wissenslandkarte in Form einer visuellen Übersicht Ihrer wichtigsten Aufgaben und Wissensgebiete (Themen) an. Die Wissenslandkarte kann Teil Ihres Memex sein oder separat und grafisch z. B. in Form einer Mind Map erstellt und gepflegt werden.
  5. Dokumenten-Bibliothek: Legen Sie sich auf Ihrem Rechner, in Ihrem Netzwerk oder in der Cloud eine zentrale Dokumenten-Bibliothek. Verwenden Sie diese Dokumeten-Bibliothek als Ihre persönliche „Wissenskartei“. Übernehmen Sie die Rolle des Bibliothekars Ihrer Wissenskartei und pflegen Sie diese regelmäßig. Legen Sie beispielsweise für alle Aufgaben und Wissensgebiete Ihrer Wissenslandkarte Ordner an und sammeln Sie darin Referenzmaterial (z. B. Vorlagen, Chechlisten, Studien, Aufsätze). Gestalten Sie die Dokumentenbibliothek so, dass es persönliche Bereiche (nur für Sie), aber auch mit anderen geteilte und öffentliche Bereiche geben kann (Stichwort: Berechtigungen, Freigaben).
  6. Persönliches Lern-Netzwerk: Überlegen Sie zu den Themen Ihrer Wissenslandkarte, von welchen Menschen Sie diesbezüglich viel lernen können. Vernetzen sie sich mit diesen Personen in geeigneten Sozialen Netzwerken. Pflegen sie dieses Netzwerk, indem Sie nicht nur Informationen konsumieren, sondern auch aktiv mit Ihrem Wissen beitragen. Praktizieren Sie beispielsweise „Working Out Loud“ (WOL) für systematsiche Pflege Ihres Wissensnetzwerks. Gelerntes in Form eines Weblogs oder in Form eines kurzen Videobeitrages nochmal zusammenzufassen, ist nicht nur ein Beitrag für die Allgemeinheit, sondern unterstützt den sehr effizienten Lern-Ansatz „Lernen durch Lehren“.
  7. Persönliche Lern-Tageszeitung: Machen Sie sich die Lektüre Ihrer persönlichen Lern-Tageszeitung zur Gewohnheit. Reservieren Sie sich hierfür etwas Zeit, in der Sie z. B. beim Kaffee Ihre Neuigkeiten in den sozialen Netzwerken überfliegen (z B. Twitter-Timeline), Neuigkeiten in News und Blogs lesen (z. B. im Feedrader) und die neuesten Lern-Medien in Audio- und Videoplattformen prüfen (z. B. abonnierte Kanäle auf YouTube). Wichtig ist hierbei, dass Sie sich einen strikten Zeitrahmen vorgeben (z B. Timeboxing von 15 Minuten pro Tag), da sonst die Gefahr besteht, sich in der sprichwörtlichen Informationsflut zu verlieren. Benötigt ein Element der Lern-Tageszeitung mehr Aufmerksamkeit, sollte die Aufnahme für einen späteren Zeitpunkt  eingeplant werden.
  8. Finden statt Suchen: Durchbrechen Sie den Reflex, für jede Suchanfrage einfache Schlagwortsuchen bei Google zu verwenden. Erarbeiten Sie sich einen Katalog weiterer Suchoptionen, dazu können z. B. Spezialdienste wie Google Scholar, Slideshare, YouTube gehören. Verwenden Sie persönliche angepasste Suchmaschinen, um den Umfang von Trefferlisten zu schärfen (z. B. Verwendung einer Google Custom Search Engine, um ausschließlich die Webseiten von Webbewerbern oder allen Universitäten in Deutschland zu durchsuchen). Schaffen sie sich außerdem durch persönliche Suchmaschinen (z B. Docfetcher) die Möglichkeit, Ihre persönliche Dokumentbibliothek effizient zu durchsuchen.
  9. Reflexion als Routine: Die 70 Prozent des 70/20/10-Modells ist das Lernen aus anspruchsvollen Tätigkeiten. Machen Sie es sich daher zur Gewohnheit, nach wissensintensiven Tätigkeiten etwas Zeit zur Reflexion zu verwerden. Das kann z. B. in Form eines kleinen After Action Reviews geschrieben geschehen, bei dem nach Abschluss einer Aufgabe vier Fragen beantwortet werden:  Was war der Plan? Was ist passiert? Warum gab es eine Abweichung? Was lerne ich/wir daraus? Halten Sie die Lernergebnisse in Ihrem Memex oder an anderer geeigneter Stelle fest (z. B. Checkliste in Dokument-Bibliothek) und teilen Sie Ihre Erfahrungen idealerweise mit Ihrem Netzwerk.
  10. Lernzeit einplanen: Oft scheitert das systematische Lernen in der Praxis an der fehlenden Zeit. Es ist kein Zufall, dass innovative Unternehmen wie Google oder 3M ihren Mitarbeitern zwishen 15-20 Prozent ihrer Zeit für Lernprozesse gewähren. Planen Sie sich daher Ihre Lernzeiten systematisch ein und achten Sie darauf, dass die eingeplanten Zeiten nicht vom Tagesgeschäft „aufgesogen“ werden.

QUELLE:

Dückert, S. (2017). Das Netz als Lern-Infrastruktur. In Erpenbeck, John & Sauter, Werner (Hrsg.), Handbuch Kompetenzentwicklung im Netz. Bausteine einer neuen Lernwelt (S. 81-92). Stuttgart: Schäffer-Poeschel.

Mehr

5 Methoden, die Wissensarbeiter*innen kennen sollten!

Die wichtigsten Lern-Werkzeuge im Netz

Simon Dückerts Kapitel  3 seines im „Handbuch der Kompetenzentwicklung im Netz“ erschienenen Beitrags „Das Netz als Lern-Infrastruktur“ war für mich interessant zu lesen, weil mir klar wurde, dass  ich mit Lern-Werkzeugen die wenigsten der u.a. Tools assoziierte. Doch in den neuen Lern- und Arbeitswelten funktioniert  Lernen anders – Stichwort: „selbstgesteuert“, „kollaborativ“ … und „kooperativ“ und „kontinuierlich“. Und da werden Tools , die man bisher verstärkt aus der Arbeitswelt kannte, immer mehr zu Lernwerkzeugen. Slack scheint hier einen besonderen Stellwert einzunehmen … nicht nur, weil es sich dabei um ein neues Tool handelt, sondern auch, weil es als Schnittstelle zu sämtlichen Lernwerkzeugen fungieren könnte. Kann mit Slack also bald ein Wandel vom Messenger bzw. Social Tool zu einer echten, individuell konfigurierbaren Lernumgebung gelingen? Gute Frage … über die sich schon so manche E-Learning-Autoren Gedanken machen.


Dückert, 2017, S. 85-86

Jane Hart, Expertin für das Lernen am Arbeitsplatz („Worplace Learning“), ermittelt in einer Umfrage jedes Jahr die „Top 100 Tools für Learning“ (Hart 2015). Sie definiert Lern-Werkzeuge dabei als „any software, online tool or service that you use either for personal or professional learning, for teaching or training, or for creating e-learning„.

In der Umfrage aus dem Jahr 2015 ergab sich diese Top-10-Liste (N > 2000):
  1. Twitter: Bevorzugter Ort für professionelles Networking, für News und Updates, als Kommunikationskanal für Konferenzen und als Echzeit-Chat durch die Verwendung von Hashtags (Kategorien).
  2.  YouTube: Video-Portal als Plattform für multimediale Lern-Ressourcen und um eigene Videoinhalte zu teilen.
  3. Google Suche: In der Umfrage oft beschrieben als „einziges e-Learning-Tool, das man wirklich braucht“.
  4. Google Docs/Drive: Plattform zum Erstellen von persönlichen Dokumenten (z. B. Präsentationen, Tabellen) sowie zum Teilen und gemeinsamen Bearbeiten von Dokumenten.
  5. PowerPoint: Wichtigstes Werkzeug, um persönliche Präsentationen und linearen e-Learning-Inhalt zu erstellen.
  6. Dropbox: Plattform zum privaten und öffentlichen Teilen von Dateien, sowohl in Unternehmen als auch in der Bildung.
  7. Facebook: Obwohl meist für das persönliche (private) Networking genutzt, ist Facebook ein nützliches Werkzeug, um Lerngruppen und Kursseiten zu unterstützen.
  8. WordPress: Sowohl für Einzelpersonen als auch für Organisationen nützliches Werkzeug, um einen Blog zu betreiben, aber auch um funktionsreiche Webseiten darzustellen.
  9. Skype: Werkzeug, um Unterhaltungen bidirektional oder in Gruppen zu führen. Hält über Skype for Business (ehem. Lync) derzeit in Breite Einzug in Unternehmen.
  10. Evernote: Werkzeug für persönliche Notizen und sog. Web Clippings (Auszüge von Webseiten). Die Notizbücher können über die Cloud synchronisiert und dadurch auf verschiedenen Engeräten verwendet werden.

Auf den Plätzen 11 bis 30 folgen Prezi, Wikipedia, Pinterest, LinkedIn, Moodle, iPad&Apps, Kahoot, Blogger, PowToon, Slideshare, Screencast-O-Matic, Yammer, Padlet und Microsoft Word.

Bemerkenswert ist, dass die Liste der Top 30 mit Moodle und Kahoot nur zwei Werkzeuge enthält, die den klassichen Lern-Werkzeugen zuzurechen sind. Alle anderen gehören eher zum Bereich der Netz- oder Webdienste. Welche konkreten Werkzeuge Lernende einsetzen können/sollen/dürfen, hängt sehr stark vom jeweiligen Kontext ab. So sind beispielsweise Datei-Dienste wie Google Drive in vielen Unternehmen aus Sicherheitsgründen nicht zugelassen.  Um für Lernende trotzdem eine konkrete Handlungsempfehlung geben zu können, werden die Tools aus der Umfrage von Hart in eine allgemeine Kategorisierung von Lerntools im Netz überführt, die dann zur Auswahl herangezogen werden kann. Dazu wird die Darstellung des Social Media Prism von ethority mit Plattformen und Tools im Web herangezogen (Ethority 2015), die die wichtigsten 261 Plattformen im Netz in insgesamt 25 Toolklassen unterteilt. Dabei spielen natürlich nicht alle Tools für die Gestaltung der eigenen Lerninfrastruktur eine Rolle … (Dückert, 2017, S. 86)


Im gleichen Beiträg werden noch folgende Tool-Kategorien aufgelistet und genauer beschrieben, die aus dem bereits erwähnten Social-Media-Prisma extrahiert wurden. Ich werde hier zwar alle Tool-Kategorien vollständig anführen, aber nur eine auszugsweise  beschreiben (siehe Fettung und *).

  • Soziale Netzwerke,
  • Online-Foren,
  • Weblogs,
  • Wikis,
  • Instant Messaging*
  • Audio- und Videoplattformen,
  • Social-Bookmarks,
  • Suche,
  • Ökoystemdienste.

INSTANT- MESSAGING-DIENSTE (IM)

Instant Messaging-Dienste (IM) unterstützen den Versand von Sofortnachrichten. Ähnlich wie bei Email können sich Nutzer Nachrichten unter Angabe ihrer ID (z B. Mobiltelefonnummer bei Skype, Threema ID bei Threema) zusenden. Bei den meisten IM ist die Bildung von Gruppen möglich. Darüber hinaus bieten viele Messanger Fuktionen wie Emojis, Voice-over-IB (Audio-Telefonie), Video-Telefonie, Versand von dateien, etc. an. Die Instant Message ist aber ähnlicher der SMS eher eine flüchtiges Medium. Mit Diensten wie beispielsweise Slack verschwimmen aktuell die Grenzen zwischen IM und sozialem Netzwerk (Dückert, 2017, S. 87).

QUELLE:

Dückert, S. (2017). Das Netz als Lern-Infrastruktur. In Erpenbeck, John & Sauter, Werner (Hrsg.), Handbuch Kompetenzentwicklung im Netz. Bausteine einer neuen Lernwelt (S. 81-92). Stuttgart: Schäffer-Poeschel.

Mehr von Jane Hart:

What does the 6th annual Learning in the Workplace Survey say about the state – as well as the future – of L&D?

 

 

Gliederungen *aargh

Eine hierarchische Struktur

Word und seine Formatierungen in großen Dokumenten sind nicht so mein Ding. Wie oft hab ich mich nicht schon bei diversen umfangreicheren Fachkonzepten mit Gliederungen, Listen in mehreren Ebenen und Formatierungen herumgeschlagen.
Meistens krieg ich diese irgendwie hin, um dann den Weg dorthin wieder zu vergessen… Mit einem sauberen Grundgerüst starten – das macht die wenigsten Probleme. Das ist das Einzige, das ich offenbar in meinem Langzeitgedächtnis abgespeichert habe

Die Anleitung von Holger Matthes hilft meinem Gedächtnis wieder auf die Sprünge. Dafür bin ich ihm sehr dankbar und möchte sie auch gleich teilen.

 

Blocksatz

Liebe Masterthesen-, Diplomarbeits- und andere Wissenschaftliche-Textformatierer 🙂

Ihr wollt / sollt im Blocksatz formatieren und das gute MS Word zieht euch halbe Sätze ganz grauenvoll hässlich in die Länge?
Es gibt da eine schöne versteckte Option in Word, die euch hilft… (Screenshot: Word 2016)

Screenshot der Option "Zeichenabstände in Zeilen, die mit UMSCHALT+EINGABE enden, nicht erweitern

 

Distraction Free Writing

Frau sitzt an ruhigem Stran und schreibt.

Das sind „ablenkungsfreie“ Schreibprogramme. Reduziert auf das Wesentliche. So wie eine leere Seite Papier, nur elektronisch.
Gerade für jene von uns, die an einer Masterthese, Dissertation oder gar einem Buch schreiben, vielleicht anfällig sind für Ablenkungen und sich auf das Wesentliche konzentrieren wollen.

Ich schreibe zwar (noch) nicht und kann auch nicht sagen, ob ich der Typ für so etwas bin, aber nach kurzem Test ist meine Empfehlung für Windows q10.
Kommt es doch sehr reduziert daher:

  • Überblendet den gesamten Desktop.
  • Ohne Symbolleisten.
  • Nichts, nur pures Schreiben.
  • Dafür kann ich mir noch die passenden Farben einstellen und das wars.

Noch dazu ist das Programm

  • kostenlos
  • offline verwendbar
  • sehr klein
  • unkompliziert zu installieren.

Wunderbar.

Sollte jemand Erfahrungen damit haben (auch mit anderen Tools), freu ich mich auf Kommentare.

Mundart | Lettn

Lettn  – so wie ich es kenne – wird im Wienerischen verwendet und bedeut so etwas wie Schaden.
Aber es handelt sich aus meinem Verständnis heraus nicht um einen Totalschaden. Es ist so ein „duldbarer“ Schaden, mit dem man noch leben kann. Gutes Beispiel wäre ein Wackelkontakt.
De Graxn hot a Lettn ban Liacht.

Füße im Schlamm

CC-BY Peter Burgess, https://flic.kr/p/2ZEQK



In vielen Dialekten bedeutet Lettn sowas wie Gatsch. Also ein Lehm-Wassergemisch bzw. Schlamm, auch oft im Sinn von Dreck oder gar Kot.
Auch im Deutschen Wörterbuch von den Grimms kann man diese Beduetung nachschlagen.
Ob es da nun einen Zusammenhang gibt … ?

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Thema von Anders Norén.

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