Die Lernerkontrolle, d. h. die Art und Weise, wie der Lernende mit der mutlimedialen Botschaft umgeht, ist für die Auswahl und Weiterverarbeitung bestimmter Informationsinhalte durch den Lernenden von entscheidender Bedeutung. Die Informationsaufnahme wird

  • durch die mit den Lernmaterialen verbrachte Zeit,
  • durch Art und Weise der Navigation sowie
  • durch Verwendung interaktiver Elemente beeinflusst.

Während die Lernerkontrolle in der Literatur generell eher als positive Eigenschaft multimedialer Lernumgebungen betachtet wird, existieren auch Belege, dass sie im Vergleich zur Kontrolle durch das Lernprogramm mitunter zu einer geringen Effizienz führen kann (McNeil & Nelson, 1991). Das Ausmaß der Lernerkontrolle sollte daher die kognitiven Kapazitäten des Lernenden nicht überlasten (Stemler, 1997). Diese Überlegungen von Hede (2002) stehen in Übereinstimmung mit den Postulaten der CLT (Kapitel 2.3) und der CTML (Kapitel 2.4).

QUELLE: Rey, G. D. (2009).
E-Learning. Theorien, Gestaltungsempfehlungen und Forschung
(Psychologie-Lehrbuch, 1. Aufl.). Bern: Huber.